Nachhaltig. Digital. Lernen.

Verhaltensänderungen sind ein langwieriger Prozess: Wie digitale Tools dabei unterstützen können, Lerninhalte aus Präsenztrainings in den Alltag zu transferieren
Führungskräfte// 05. Dezember 2018
 

Überzeugende Argumentationen, empathische Kooperationen – diese und andere Soft-Skills werden zumeist in Präsenztrainings einstudiert. Aber sind die dabei erzielten Ergebnisse wirklich nachhaltig? Kann ein einmaliges oder auch wiederholtes Training das Verhalten in der Praxis tatsächlich ändern?
Stefan Lülf, Partner Manager des Softwareentwicklers everskill in München: Wie schwierig Verhaltensänderung ist, kennen wir aus eigener Erfahrung. Wie oft sind wir hochmotiviert aus Seminaren gekommen, um anschließend im Arbeitsalltag nur einen Bruchteil umzusetzen. Und damit sind wir nicht allein. Studien zeigen, dass nur acht bis zehn Prozent der Inhalte eines Trainings umgesetzt werden.

Digitaler Trainer sichert nachhaltigen Lerneffekt, Führungskräftetraining Versicherungswirtschaft Discover Digital BWV
Ein Präsenzseminar ist der Anstoß für Verhaltensänderungen. Das Training danach begleitet ein digitaler Coach bei der Deutschen Vermögensberatung - ein beispielhaftes Projekt, das mit dem InnoWard 2018 für Personalentwicklung/Qualifizierung ausgezeichnet wurde

everskill hat für die Deutsche Vermögensberatung einen digitalen Coach entwickelt mit dem Ziel, den Lerntransfer in den Alltag von SeminarteilnehmerInnen nachhaltig und wirkunsgvoll zu sichern. Der DigiCoach begleitet dort seit 2017 hochwertige und kostenintensive Seminare für Führungskräfte.

Klaus Höhn, Direktor Bildungsmanagement der Deutschen Vermögensberatung: Mit dieser ganzheitlichen Lernreise erzielen wir tatsächlich eine nachhaltige Verhaltensänderung und somit auch einen höheren Return on Trainingsinvest.

Soweit die Theorie. Wie aber sieht die Praxis aus?

Höhn: Aufbauend auf die Seminarinhalte für unsere Führungskräfte werden zunächst allgemeine Lernziele definiert, um die Verbindung zwischen Präsenzseminar und Praxis herzustellen. Das findet bereits im Seminar statt, ist also ein Baustein davon. Diese Lernziele sind individuell auswählbar und anpassbar. Wann, wie und wo die Teilnehmer den digitalen Coach im Nachgang zum Seminar nutzen, bleibt ihnen überlassen.

Lülf: Wir unterstützen Teilnehmer bei der Verhaltensänderung nach dem Seminar. Dies umfasst inhaltliche Hilfe bei der Anwendung der Trainingsinhalte im Alltag, regelmäßige Erinnerungen sowie Gamification-Elemente, um die Motivation zu erhöhen. Zudem können sich die Teilnehmer in der App untereinander austauschen und werden mit einem Coaching-Telefonat auch über den digitalen Bereich hinaus unterstützt.

Mit ausgewählten Parametern und mithilfe von Selbsteinschätzungen wird der Lernerfolg, der Vorher-Nachher-Effekt und damit die Wirksamkeit der nachhaltigen Verhaltensänderung messbar. Die Deutsche Vermögensberatung arbeitet seit Herbst 2017 mit diesem Tool. Das Projekt wird begleitet von Melan Thuraiappah, Universität St. Gallen, der sich im Rahmen seiner Doktorarbeit mit Smartphone-basierten Interventionen beschäftigt. Höhn: Wir beobachten das Projekt sehr aufmerksam und verwenden die Ergebnisse, um den Digitalen Coach für uns weiter zu optimieren und richtig einzusetzen.

 

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